KAPAZITÄT / AUFTRÄGE UND ZEITANFORDERUNGEN VOR DEM KAUF

Kapazitätsplanung: Welcher Auftrag belegt wie viel Zeit?

Die geplante Schicht ist noch keine verfügbare Maschinenzeit. Ziehen Sie bekannte Stopps ab und ordnen Sie jedem Los Rüsten und Bearbeiten zu. Danach prüfen Sie, ob Material, Personal, Werkzeuge und Prüfung im gleichen Zeitraum verfügbar sind. Erst dieser Abgleich hilft bei der Frage nach einer zusätzlichen Maschine.

  • Beispiel als Annahme gekennzeichnet
  • Freies Arbeitsblatt
  • Keine Durchsatzgarantie
ORIENTIERUNG

Welche Zeit ist wirklich planbar?

Zeitfenster und Auftragslast brauchen dieselbe Einheit und denselben Zeitraum.

Vor der Auswahl klärenKapazitätsplanung

Rechnen Sie Auftragslast und verfügbare Zeit auf derselben Basis. Ein rechnerischer Rest ist keine Zusage, dass jeder weitere Auftrag hineinpasst.

  1. Auswahlfrage

    Lose statt nur Jahresstückzahl verwenden.

  2. Auswahlfrage

    Rüsten je Los und Bearbeiten je Teil rechnen.

  3. Auswahlfrage

    Maschinenzeit und Personalbedarf getrennt prüfen.

ARBEITSBLATT FÜR DIE ANGEBOTSRUNDE

Anforderungsblatt für Kapazitätsplanung

Trennen Sie erfasste Zeiten, Annahmen und noch offene Aufgaben.

Eigenes Rechenbeispiel einer Woche mit Zeitfenster, geplanten Stopps, drei Auftragslasten und verbleibender rechnerischer Zeit
Selbst erstelltes Schaubild zur Planungsaufgabe. Keine reale Anlage, maßstäbliche Zeichnung oder gemessene Prozessleistung. Schaubild in voller Größe öffnen ↗

Diese Angaben brauchen Sie noch

  • Planungszeitraum und Stopps
  • Losgrößen und Zeitbasis
  • Weitere Ressourcen und Nebenzeiten

Diese Fragen gehören ins Angebot

  • Ist die Rüstzeit pro Los erfasst?
  • Welche Aufgaben laufen parallel und welche nacheinander?
  • Welcher Engpass bleibt bei der geplanten Investition?
HYPOTHETISCHES PLANUNGSBEISPIEL / KEINE MESSWERTE

Angenommene Maschinenwoche

Hypothetische Rechnung: 1.350 verfügbare Minuten, drei Auftragsgruppen mit insgesamt 870 Minuten Last.

Möglicher Prüfweg
480 Minuten bleiben rechnerisch. Personal, Material, Reihenfolge und weitere Nebenzeiten sind separat abzugleichen.
Noch offen
Sämtliche Zeiten sind angenommene Beispielwerte und müssen durch eigene Beobachtung ersetzt werden.

Das Schaubild erläutert Zusammenhänge. Es weist kein Maschinenmodell und keine erreichbare Qualität nach.

Quellen, Einordnung und Grenzen

Inhaltlich überarbeitet am 07.10.2026. Die genannten Quellen begründen einzelne Auswahl- und Prozessfragen. Diese Seite enthält keine eigenen Maschinenmessungen. Die erreichbare Bearbeitungsqualität ist an Ihrem Bauteil und der angebotenen Konfiguration zu prüfen.

  • Siemens: Opcenter Advanced Scheduling

    Die Ablaufplanung berücksichtigt Ressourcenverfügbarkeit, weitere Auftragsbedingungen und von der Reihenfolge abhängige Wechselzeiten.

    Geltungsbereich: Softwarefunktionsbeschreibung. Das Rechenbeispiel auf dieser Seite ist selbst erstellt und kein Siemens- oder Betriebsmesswert. Abgerufen am 06.10.2026.

DEN KONKRETEN BEZUGSFALL FESTHALTEN

Teilemix und Folgeprozess durch denselben Zeitraum führen

Eine Einzelzykluszeit erklärt nicht den belegten Engpass des ganzen Auftrags.

Stanzen und Lasern im Mix

Welches Werkzeugrüsten und welche Folgebearbeitung sind im gemessenen Ablauf enthalten?

  • Tafelbelegung, Restteile und Programmdaten festhalten.
  • Den tatsächlichen Engpass über den ganzen Mix messen.

Zugehörigen Prüfweg öffnen ↗

Schicht ohne vollständige Besetzung

Welche Aufgaben binden Bedienung auch bei automatisierter Bearbeitung?

  • Rüsten, Entnahme, Kontrolle und Störung getrennt erfassen.
  • Verfügbarkeitsannahme und tatsächliche Besetzung benennen.

Zugehörigen Prüfweg öffnen ↗

Konkreten Auftrag angeben

Wie wird der reale Teilemix zwischen Stanz-, Laser- und Folgeschritten zeitlich geplant?

  • Tafelbelegung, Werkzeuge/Rüsten, Programmdaten, Vollablauf, Restteile und Engpassmessung im Prüfauftrag festhalten.

Zugehörigen Prüfweg öffnen ↗

ENTSCHEIDUNGSKRITERIEN

Je Los rechnen, weitere Ressourcen prüfen

Die einfache Lastrechnung ist der Beginn des Abgleichs.

  1. Auswahlkriterium

    Zeitfenster

    Beginnen Sie bei einem festen Zeitraum und bekannten Stopps. Notieren Sie Kalenderzeit, geplante Abzüge und daraus verfügbare Maschinenzeit ohne dieselbe Pause mehrfach abzuziehen.

  2. Auswahlkriterium

    Auftragslast

    Je Los: Rüstzeit plus Stückzahl mal Bearbeitungszeit. Beschreiben Sie, ob Be- und Entladen in der Bearbeitungszeit enthalten ist; sonst bleibt es eine eigene Zeitposition.

  3. Auswahlkriterium

    Weitere Engpässe

    Siemens beschreibt Ablaufplanung mit Ressourcenverfügbarkeit und zusätzlichen Bedingungen. Prüfen Sie deshalb Personal, Material, Werkzeug und Messmittel neben der Maschinenlast.

  4. Auswahlkriterium

    Rechenbeispiel und Unsicherheit

    Selbst erstelltes hypothetisches Beispiel: 1.500 Minuten Zeitfenster minus 150 Minuten geplante Stopps ergeben 1.350 Minuten. A: 3 × (40 + 20 × 3,5) = 330. B: 2 × (65 + 15 × 6) = 310. C: 1 × (80 + 30 × 5) = 230. Gesamtlast 870 Minuten, rechnerischer Rest 480 Minuten. Dies sind angenommene Planwerte, keine Messung oder Leistungszusage.

EIGNUNG UND GRENZEN

Wann die Planung einen Kauf begründet

Ein benannter Engpass muss durch die geplante Investition tatsächlich verändert werden.

Das passt, wenn …
  • Aufträge mit nachvollziehbarer Zeitbasis.
  • Ein Maschinenvergleich mit benanntem Engpass.
Das passt eher nicht, wenn …
  • Zusätzliche Maschine allein aus theoretischen Schichtstunden ableiten.
  • Bedienung, Werkzeuge oder Material als unbegrenzt voraussetzen.
ALTERNATIVEN

Ablauf verbessern, extern ergänzen oder investieren?

Vergleichen Sie dieselben Lose mit vollständigen Zeiten.

Vergleichsoption

Vorhandenen Ablauf verbessern

Losfolge, Rüsten und Übergaben gezielt prüfen.

Geeignet für
Ein konkret beobachteter Nebenzeitengpass
Stärke
Ohne zusätzliche Maschine beginnen
Grenze
Bearbeitungsengpass kann bestehen bleiben
Aufwand
Vorrichtung und Organisation rechnen
Ablauf
Rüst- und Wechselaufgaben strukturieren
Kriterien prüfen
Vergleichsoption

Externe Kapazität ergänzen

Definierte Lose mit Liefertermin und Prüfplan vergeben.

Geeignet für
Schwankende oder zusätzliche Last
Stärke
Eigenen Zeitbedarf entlasten
Grenze
Transport und Abstimmung bleiben
Aufwand
Preis, Logistik und Prüfung
Ablauf
Übergabetermine sichern
Kriterien prüfen
Vergleichsoption

Eigene Kapazität erweitern

Zusätzliche Anlage mit Personal und Infrastruktur planen.

Geeignet für
Belegter wiederkehrender Bedarf
Stärke
Eigene Bearbeitungszeit ergänzen
Grenze
Neue Ressourcen und Betreuung nötig
Aufwand
Gesamtsystem kalkulieren
Ablauf
Material und Bedienung mitplanen
Kriterien prüfen
VERGLEICH

Drei Wege bei hoher Auftragslast

Jeder Weg verändert andere Engpässe.

Die drei Spalten werden an denselben Kriterien verglichen.

Fachlicher Vergleich für Kapazitätsplanung
PrüfkriteriumAblauf verbessernExtern ergänzenEigene Anlage ergänzen
MaschinenlastNebenzeiten verändernLose herausnehmenZeitfenster hinzufügen
RüstenGezielt beobachtenLieferlos abstimmenNeue Rüstaufgaben prüfen
PersonalAufgabenfolge prüfenAbstimmung und Eingang prüfenBedienung und Prüfung einplanen
MaterialBereitstellung verbessernLieferung abstimmenZusätzliche Bereitstellung
NachweisZeiten vor und nach ÄnderungTermin und PrüfbelegProbe und vollständige Planung

Die Tabelle beschreibt Prüfrichtungen. Sie enthält keine gemessenen Maschinenleistungen.

GESAMTAUFWAND

Zeitbedarf bis zum geprüften Teil

Rüsten und Prüfen verschwinden durch eine neue Maschine nicht.

Aufwand

Diese Positionen gehören zur Gesamtrechnung

  1. Rüst- und Nebenzeiten je Los
  2. Fehlende Werkzeuge und Vorrichtungen
  3. Personal für mehrere gleichzeitige Aufgaben
  4. Prüfung, Nacharbeit und kurzfristige Änderungen
Fehlentscheidungen

Diese Abkürzungen vermeiden

  • Rüsten nur einmal pro Woche rechnen
  • Personal- und Maschinenzeit addieren, obwohl sie parallel laufen
  • Rechnerischen Rest als freien Liefertermin versprechen
VORBEREITUNG

Eine Woche belastbar vorbereiten

Ein vollständiges Los liefert die nächste belastbare Planungsbasis.

  1. Fenster festlegen

    Zeitraum, Minuten und bekannte Stopps angeben.

  2. Lose rechnen

    Rüsten je Los und Bearbeitung je Teil getrennt notieren.

  3. Engpässe abgleichen

    Personal, Material, Werkzeuge und Prüfung einordnen.

  4. Zeiten beobachten

    Annahmen durch den vollständigen Losablauf überprüfen.

OFFENE FRAGEN

Fragen zur verfügbaren Kapazität

Rechnerischer Rest und zugesagter Termin sind getrennte Aussagen.

Beweist das Beispiel, dass die Woche noch frei ist?

Nein. Die 480 Minuten sind nur der Rest dieser angenommenen Maschinenzeitrechnung. Reihenfolge, Personal, Material, weitere Nebenzeiten und Unsicherheit sind noch nicht bestätigt.

Muss ich eine neue Maschine kaufen, wenn die Last hoch ist?

Vergleichen Sie zuerst Losfolge, Rüsten, vorhandene Ausstattung und externe Kapazität. Benennen Sie den tatsächlichen Engpass, bevor Sie eine zusätzliche Maschine kalkulieren.

Wie gehe ich mit unbekannten Zeiten um?

Notieren Sie Annahme und Bandbreite getrennt von erfassten Zeiten. Der nächste Schritt ist eine Beobachtung des vollständigen Ablaufs, einschließlich Rüsten und Prüfung.

Nächster Schritt

Die Loszeiten in das freie Blatt eintragen

Erst der gemeinsame Zeitraum macht Kapazitätsoptionen vergleichbar.

Anforderungsblatt öffnen
  • Beispiel als Annahme gekennzeichnet
  • Freies Arbeitsblatt
  • Keine Durchsatzgarantie
WEITERFÜHRENDE SEITEN / 32 SEITEN

Kapazitätsplanung: weiterführende Fachpfade.

32 unterschiedliche weiterführende Seiten: erhaltene Detailfragen und passende Gegenprofile. Der jeweilige Titel benennt den tatsächlichen Umfang der Zielseite. Prüfen Sie die dortigen Angaben am eigenen Auftrag.

MASCHINE × BESCHAFFUNG

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